Nickel besitzt eine sehr hohe allergene Potenz. Nickelallergien, z.B. aus Modeschmuck, sind weit verbreitet. Dagegen ist die Gefahr, durch hochwertige Nickel-Chrom-Legierungen eine Allergie zu bekommen geringer.
Bei bekannter Nickelallergie sollten aus vorbeugender Sicht keine Nickel-Chrom-Legierungen verwendet werden! Bei Verwendung von kieferorthopädischen Drähten und Apparaturen aus Edelstählen sollte man ebenfalls deren Nickelabgabe beachten.
Bei Nickel-Chrom-Legierungen sollten nur Legierungen verwendet werden, die einen Chromgehalt von über 20% aufweisen sowie Molybdän enthalten, da diese Gehalte ausschlaggebend für die Korrosionsresistenz sind. Korrosionsresistente Legierungen weisen geringe Ionenabgaben auf. Dadurch wird eine Nickelaufnahme reduziert. Durch die Nahrung werden täglich ca. 900 µg Nickel aufgenommen. Es gehört zu den essentiellen (benötigten) Spurenelementen.
Vorkommen in Dentalwerkstoffen
Nickel-Chrom-Legierungen; Lote; In Spuren in Kobalt-Chrom-Legierungen; In einigen Stählen (V2A) für kieferorthopädische Apparaturen; Nitinoldrähte (Ni55Ti45) für kieferorthopädische Apparaturen
Testsubstanzen für den Pflaster-Test
Nickelsulfat
Allergiehäufigkeit
Häufigste Allergie bei Metallen; Frauen sind bis 20%, Männer bis ca. 8% betroffen; Dental-Legierungen als Allergieauslöser selten.