KATENSEN / Wählergemeinschaft kritisiert Ausschussempfehlung heftig

Jugend soll sich im Container treffen

Für Katensen soll die Gemeinde Uetze erneut einen gebrauchten Raumcontainer kaufen und ihn als Jugendtreffpunkt herrichten. Dafür hat sich mit breiter Mehrheit des Ratsausschuss für Jugend, Familie und Soziales ausgesprochen. Die Freie Wählergemeinschaft Katensen (FWK) kritisiert diese Übergangslösung heftig .

Bereits im Frühjahr 2001 hatte die Verwaltung für Katensen einen gebrauchten Jugendcontainer angeschafft und ihnim September am Sportplatz aufgestellt. Er wurde aber nie in Betrieb genommen, weil er von Schimmelpilzen befallen war. Damals warf die FWK der Gemeindeverwaltung Wahlhilfe für die SPD vor.

Einen generalüberholten Container soll diesmal die Firma liefern, die auch die provisorischen Klassenräume an der Grund und Hauptschule Hänigsen aufgestellt hat. Das Unternehmen hatte die Arbeiten in Hänigsen zur Zufriedenheit des Bau und des Schulamtes ausgeführt. Auch dort sind gebrauchte Module eingebaut worden. Diese ließen sich nicht von den neuen unterscheiden, berichtete Hauptamtsleiterin Sylke Popplow.

In dem Container in Katensen soll die mobile Ortsjugendpflege der Gemeinde Angebote für neun bis zwölf Jahre alte Jungen und Mädchen machen. Außerdem soll der JustforFunClub, den ältere Jugendliche aus dem Dorf gegründet haben, den Treffpunkt zu bestimmten Zeiten in Eigenregie öffnen können.

Den Kaufpreis von 13 000 Euro hielt Erich Giere (FWK) nicht für gerechtfertigt. Er erinnerte daran dass in Katensen ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden soll. "Man sollte anderthalb Jahre warten und dann den Jugendlichen das alte Feuerwehrhaus zur Verfügung stellen", meinte Giere.

CDURatsherr Dirk Rentz vemutete dass mit dem Aufstellen des Jugendcontainers nur der Druck genommen werden soll in Katensen ein neues Domizil für die Brandschützer zu bauen. Dem widersprach Popplow. An einem Neubau für die Ortsfeuerwehr führe kein Weg vorbei.

Anmerkung: Die Gemeinde hat Ausfälle von 1.000.000 Euro aus der Gewerbesteuer. Vor diesem Hintergrund werden für ein Provisorium 20.000 Euro bereitgestellt. zwischen 5.000 und 8.000 Euro sind bereits für das erste Provisorium ausgegeben.

Zurück zu den Presseberichten